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Der Architekt
 
 


Der Architekt Gottfried Semper
geb.  Hamburg, 29. November 1803                                                               gest. Rom, 15. Mai 1879


Gottfried Semper zählt zu den bedeutendsten Architekten des 19. Jahrhunderts. Neben seiner umfangreichen Bautätigkeit war für ihn auch die
 Auseinandersetzung mit zeitgeschichtlichen Ereignissen von elementarer Bedeutung. Die Ergebnisse seiner Forschungen, die er während der
Reisen zu antiken Stätten in Europa sammelte, gab er mit minutiösen Genauigkeit im Werk, „Der Stil“ der der Fachwelt weiter. Die frühen Jahre
in der Hansestadt Hamburg sind sicher für seine spätere bürgerlich-demokratische Grundhaltung prägend gewesen. Lehrer, wie der Mathematiker
C F. Gauß, die Architekten F. von Gärtner und K. F. Schinkel, auch der Freundeskreis um R. Wagner, A. Ruge, A. Röckel, A. Schubert,
M. A. Bakunin, später in Zürich F. Keller gaben ihm die Grundlage seiner bedeutsamen Auffassung  bei der Gestaltung vorwiegend öffentlicher
Gebäude. Im Zeitalter der zunehmenden bewussten Aneignung von künstlerischen Aussagen auf allen Gebieten des Städtebaus prägte er seine
 Architektursprache. Im Grunde blieb er seiner Feststellung: „Die Kunst kennt nur einen Herrn, das Bedürfnis“ immer verbunden. Seine politische
Haltung zwang ihn zur Flucht aus Sachsen. Er wurde zu einem frühem Europäer. Die künstlerischen Aussage seiner Bauten sicherten ihm bereits
in jungen Jahren Weltgeltung. Seine Lehrtätigkeit in Dresden geht einher mit beachtlichen Architekturen, die leider durch Kriegseinwirkung großen
 Schaden erlitten. Einige Bauwerke sind seither verloren. Der Wiederaufbau der Oper und Galerie in Dresden  war eine besondere Herausforderung
an die Denkmalpfleger, Kunsthistoriker und Bauleute. Sie wissen um die Quellen, die es ermöglichten dem Semperschen Vermächtnis nahe zu
kommen. In unzähligen Briefen gab Semper dem Sohn Manfred, als Bauleiter des 2. Dresdner Hoftheaters, Fach- Meinungen zu seinem letzten Theaterbau 1871-78 bekannt. Bewundert wird besonders die letztmalige geplante Verbindung der Künste mit Architektur. Die Sichtbarkeit der
Funktionen in der Formung des Gebäudes ist später von den Industriearchitekten übernommen worden. Anlässlich seines 100.Todestages,
am 15. Mai 1979, ehrten Denkmalpfleger, Kunstwissenschaftler und Architekten Sempers Werk. 

Ein wissenschaftliches Kolloquium der Technischen Universität Dresden im Rahmen der Semper-Ehrung der DDR galt der Aneignung seines Erbes.
Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und das Institut für Denkmalpflege, Arbeitsstelle Dresden gestalteten eine umfangreiche Ausstellung:“ GOTTFRIED SEMPER ZUM 100. TODESTAG“.

Mit dem Opernhausaufbau fanden sich interessierte Bürger und formierte sich zum Gottfried Semper-Club Dresden, ab 1990 ein eingetragener Verein.
Ziel ist es, Zeit, Geist und Schaffen des 19. Jahrhunderts den Dresdnern zu erschließen. Mit Dank ist die uneigennützige Unterstützung der Fachleute
 zu nennen. Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit sind im Stadtgebiet zu finden. Freundschaften sind auch zu gleichen Vereinigungen in Europa
 entstanden. Der vor uns liegende 200. Geburtstag Gottfried Sempers ist deshalb für alle Mitglieder verpflichtend eine Initiative zu ergreifen. Wir
suchten eine Form der Würdigung der für Dresden so bedeutsamen Persönlichkeit. Neben den Ausstellungen in München (Prof.  Nerdinger) und
Zürich (Prof. Oechslin) ist damit auch Dresden tätig. Die seit 1987 bestehende Städtepartnerschaft Hamburg- Dresden ist dabei eine neue wertvolle
Brücke und lässt Zusammenarbeit in der Semper-Pflege erwarten. Die Europäische Union ist zugleich Grund das Werk Sempers auf die europäische
 Nachfolge seiner Bautätigkeit in London, Paris, Wien, München, Zürich auch Dresden neu zu werten. Der Vorschlag „Sempertage 2003 Dresden“ zu
 gestalten, soll eine Vielfalt repräsentieren, in welcher Gestalter und Nutzer sich im Kennenlernen und Verstehen unterstützen. Es ist erstrebenswertes
 Ziel Persönlichkeiten als Schirmherren zu gewinnen. Die notwendige Verantwortung von Kunst und Politik fände ein gutes Gegenstück in der
 Verwirklichung des Anspruch Sempers, als bürgerlicher Demokrat im neuen Jahrtausend in Dresden, der Landeshauptstadt Sachsens. 

K .F. W. Tempel
Ehrenvorsitzender des Gottfried-Semperclubs Dresden

 

Weitere Beiträge zum Leben von Gottfried Semper:

  • Der Architekt und die Stadt, Gottfried Semper zum 200. Geburtstag,
    DRESDNER HEFTE, Heft 75, 3/2003, herausgegeben vom Dresdner Geschichtsverein e.V.

     
  • Dr. Uwe Krause, Gottfried Semper -- zum 200. Geburtstag des großen Baumeisters und Kunstschriftstellers
    7-teilige Artikelserie für den
     Wesenitztaler Landboten, Januar 2003
    Artikelserie als pdf-Datei